Achtung, dieser Text ist der Auszug aus einem Presseartikel, der Inhalt muss nicht die Meinung aller Mitglieder der Loge zur Deutschen Burg wiederspiegeln! 
Ein Interview in der Rheinischen Post zur Förderpreisvergabe des Jahres 2005 der Duisburger Freimaurerloge "Zur Deutschen Burg"
Am 18. September 2005 verlieh die Duisburger Freimaurerloge "Zur Deutschen Burg" im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg die Förderpreise des Jahres 2005. Auch in diesem Jahr stellt das Hilfswerk "Humanitas" hierzu Fördergelder in Höhe von 6000 € zur Verfügung. Anlässlich der Preisverleihung sprach RP-Mitarbeiter Michael Tegethoff mit dem "Humanitas"-Vorsitzenden Albert Wiechert.
Herr Wiechert, wen zeichnen die Duisburger Freimaurer mit ihren Förderpreisen aus?
Die Duisburger Freimaurerloge "Zur Deutschen Burg", vertreten durch ihr Hilfswerk "Humanitas", verleihen jedes Jahr Förderpreise an Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs sowie der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule. Zur Unterstützung der Ausbildung in ihrem künftigen Beruf erhalten die sechs besten Abiturienten des Berufskollegs Stipendien in Höhe von je 500 €; Für die Musikschüler stehen ebenfalls Fördergelder in Höhe von 3000 € zur Verfügung, die aber auf zwölf Preisträger aufgeteilt werden und als Beihilfe zum Schulgeld, zum Notenkauf und für die Absolventen der Studienvorbereitenden Ausbildung als Starthilfe zum Studium vorgesehen sind. Wir verstehen die Förderung als Hilfe zur Selbsthilfe, wobei junge Menschen in ihrer Arbeit oder ihren musischen Zielen unterstützt werden sollen.
Wie lange setzen sich die Duisburger Freimaurer schon für die Förderung junger Leute ein?
Die Duisburger Freimaurerloge "Zur Deutschen Burg" hat seit der Gründung des Hilfswerks "Humanitas" im Jahr 1972 bislang etwa 150.000 € an Förderpreisen ausgeben können. Dieses Geld stammt aus den Spenden der Brüder sowie aus den Mitgliedsbeiträgen der Loge und ihres Hilfswerks. Letztlich hat die Freimaurerloge mit der Gründung des Hilfswerks aber ihre karitativen Aktivitäten nur auf eine zeitgemäße Basis gestellt, denn es wurden alte Verbindungen wieder entdeckt: 1832 ( das 175-jährige Bestehen steht also bevor ( gründeten die Duisburger Freimaurer eine Sonntagsschule für Handwerker und Fabrikarbeiter, die mit siebzig Schülern begann und sehr schnell so groß wurde, dass die Loge die Trägerschaft an die Stadt Duisburg abgab. Diese erste städtische Berufsschule der Region ist das nach einem seiner ersten Leiter benannte heutige Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg.
Wie breit sind die Aktivitäten des Hilfswerks "Humanitas" gestreut?
Freimaurer wissen, dass sie soziale Verpflichtungen eingehen und helfen wollen, wenn sie es tun können. Wir wissen aber auch, dass wir nicht überall helfen können und haben uns deshalb auf wenige Bereiche konzentriert: Schüler des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs fördern wir, weil wir diese Schule gegründet haben, und Musikschüler fördern wir, weil wir glauben, dass musische Betätigung einen Gewinn für das Leben bringt.
Wie hat sich der Rahmen der Förderpreisverleihung in den letzten Jahren gewandelt?
Bei der Veranstaltung im Blauen Saal des Kultur- und Stadthistorischen Museums Duisburg erwarten wir morgen fast einhundert Besucher. Die festliche Veranstaltung wird musikalisch umrahmt vom Linos Saxophon Quartett, das bereits im letzten Jahr für uns spielte und aufgrund seiner hervorragenden Qualität sofort eine Wiedereinladung erhielt. Früher fanden die Preisverleihungen wesentlich unauffälliger statt, doch inzwischen haben wir einen würdigeren Rahmen gewählt.
Heißt das, dass Freimaurer sich heute anders darstellen als früher?
Ja, allerdings. In der Vergangenheit haben wir uns aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, und das sehen wir inzwischen als Fehler an. Jetzt haben wir keine Scheu mehr, uns in der Öffentlichkeit als Freimaurer darzustellen. Immer noch findet sich althergebrachtes Brauchtum, aber daneben treten wir für verständnisvolles Miteinander, Toleranz, Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit ein. Freimaurer wollen Brücken bauen und Trennendes zwischen den Menschen überwinden.
Wie sind die Duisburger Freimaurer heute in der Öffentlichkeit präsent?
Vor über zehn Jahren hat der WDR-Film "Unter Brüdern" mit seinem Porträt der Duisburger Loge große Wellen geschlagen. Heute machen wir vor allem durch Veranstaltungen auf uns aufmerksam, in denen wir freimaurerische Themen und aktuelle Fragen behandeln. Und inzwischen geht es auch bei uns nicht mehr ohne Internet, denn unsere Website www.freimaurer-duisburg.de findet starke Beachtung und hat uns auch neue Freunde gebracht.
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