Achtung, dieser Artikel ist die Meinung eines Einzelnen, der Inhalt muss nicht die Meinung aller Mitglieder der Loge zur Deutschen Burg wiederspiegeln! 
An das Wort "Frieden haben wir uns gewöhnt, wie an einen alten Freund, dessen Gegenwart so selbstverständlich ist, dass wir ihn manchmal gar nicht mehr wahr nehmen.
Frieden, das ist etwas, das den Politikern oft allzu glatt von der Zunge geht. Frieden beginnt im kleinsten Kreis: in der "Familie", unter den Nachbarn, am Arbeitsplatz (z.B.Mobbing!) im Strassenverkehr.
Genau dort, wo wir uns immer wieder Streiten, dass die Fetzen fliegen, wo böse Worte und Taten aus so hasserfüllten Herzen kommen, so dass der Frieden sich erschrocken in die äusserste Ecke zurück zieht.
Professor Horst-Eberhard Richter, Wissenschaftler und Buchautor, spricht von der Krankheit "Friedlosigkeit", an der wir leiden, und vom Verhängnis der Feindbilder, die wir uns aufbauen. Täglich bekommen wir es im Fernsehen u.a. vorgezegt.
Noch dichter mit der Kamera an das Opfer, um zu zeigen, wie das Blut fliesst.
In der Politik ist das immer der Andersdenkende, im kleinen Kreis der Nachbar, der eine fremde Sprache spricht oder dessen Sträucher die ihre Zweige in unseren Garten strecken.
Der Kollege, der uns unsympatisch ist. Der Chef, der uns schikaniert. Der eigene Partner, für den unsere Liebe erloschen ist, geht und um das wir bitten und beten, als werde es uns von von einer höheren Macht böswillig vorenthalten.
Wo der Frieden eigentlich beginnen müsste, ahnen wir zwar in stillen Stunden, aber wir ziehen daraus keine Konsequenz für den Alltag. Dabei ist die Erkenntnis so einfach, dass sie fast zur Banalität gerät.
Wie Geschosse fliegen böse Worte in Gesprächen und Diskussionen, so fern man es als solche noch erkennt. An den Gerichten häufen sich Klagen wegen Beleidigung und Köperverletzung.
Kinder laufen von daheim weg. Menschen töten andere, mitunter sogar das eigene Kind, wie es in letzter Zeit passiert ist. Überall Hass, Streit, Missgunst, Neid.
Aber manchmal, in selten grossen Augenblicken, spüren wir die Kraft des Friedens so deutlich, dass es uns den den Atem verschlägt.
Wie ehemals beim gewaltfreien Widerstand des Volkes der ehemaligen DDR, der die Kraft hatte, die Mauer zu überwinden.
Und wir waren fassungslos darüber, was Gewaltlosigkeit vermag, wird uns immer eingeredet, dass nur Waffengewalt der Garant für den Frieden sei. Dies scheint wohl z.Z. die Deviese der amerikanischen Regierung zu sein. Frieden machen im kleinen Kreis.
Wollen wir es nicht einmal versuchen, Frieden zu stiften?
Hass ist anstrengend, kraftraubend, zestörend.
Wie viele von uns haben haben doch die befreiende Wirkung der Versöhnung erlebt, das erste freundliche Wort nach einem Streit gesprochen, das kleine Lächeln begrüsst, das den vorangegangenen bösen Worten den Stachel nahm, lange Sprachlosigkeit mit einem Händedruck beendet.
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