Freimaurer Siegel der Freimaurerloge Zur Deutschen Burg Freimaurer Loge Zur Deutschen Burg  
Freimaurer Siegel der Freimaurerloge Zur Deutschen Burg
 
Anmelden Home Impressum Kontakt Inhalt Neuigkeiten Suchen 10.09.2010 06:09:37   

Menü

   

Translate (Übersetzen)

 
 
 
Stimmen zur Freimaurerei:
 
 
Achtung,
dieser Vortrag ist die Meinung des Referenten, der Inhalt muss nicht die Meinung aller Mitglieder der Loge zur Deutschen Burg wiederspiegeln!

 

 Einige prominente Stimmen zur Freimaurerei.

Johannes J. Degenhardt, Erzbischof von Paderborn (geb. 1926):

"Ich glaube, daß wir - Kirche und Freimaurerei - mehr Gemeinsamkeiten haben, als allgemein angenommen wird.

Das Streben nach Wahrheit beispielsweise, das Bemühen um menschliche und sittliche Werte, das Engagement für die Gesellschaft und für menschlichen Fortschritt mit dem Ziel, dem Menschen zu dienen und ihm zu helfen.

Ich glaube, daß wir darin auf dem gleichen Wege sind."  ...


 

Thomas Dehler, Politiker (1897 ( 1967):

"Die moralische und geistige Kraft, die rechte Entscheidung zu treffen und zu verantworten, muß geübt werden. Freimaurer wollen sie üben. Das ist der tiefe Sinn ihrer freimaurerischen Arbeit. Der ganze Mensch, der fühlende, der wissende, der erkennende Mensch muß sich üben, muß versuchen, sich zu ver­vollkommnen. Die geistige Kraft wächst nur, wenn sie lebendig betätigt wird.

Alle Bereiche des menschlichen Lebens müssen sich frei entfalten können.

Ich sage, die freie Welt hat eine Idee, die groß und wirksam ist: die Idee der Freiheit, der Freiheiten. Sie ist der Niederschlag von 3000 Jahren europäischer Geschichte. Das sind die Freiheiten, denen die Freimaurer verpflichtet sind."

 ...

Lew Kopelew, Schriftsteller (1912 ( 1997):

"Der Begriff "Freimaurerei" klingt etwas exotisch für jemanden, der aus einem Land kommt, in dem die Freimaurerei verboten ist (Sowjetunion). Andererseits sind in der russischen Geschichte zahlreiche Spuren der Freimaurer, zum Beispiel im Zusammenhang mit den Dekabristen. Sie hießen so, weil ihr Aufstand gegen die Selbstherrlichkeit des Zaren, gegen Leibeigenschaft und Standesprivilegien im Dezember 1825 in Petersburg niedergeschlagen wurde.

Als Dekabristen galten diejenigen, die gegen das starre zaristische System umfangreiche humanitäre und gesellschaftspolitische Reformen durchsetzen wollten. Es war kein Geheimnis, daß sie aus dem freimaurerischen Gedanken heraus ihr Bekenntnis zur Menschenwürde und zur Freiheit der Meinung formuliert hatten. 1826 hat dann Zar Nikolaus 1. die Freimaurerei verboten."

 

"... daß manches, wofür ich mich in den letzten Jahren eingesetzt hatte, den Idealen der Freimaurer entspricht, daß ich oft und ohne es zu wissen, die gleiche Sprache gesprochen und geschrieben habe, - nun, es sind ja nicht nur die Ideale der Freimaurer, sondern die aller Menschen guten Willens."

...


Siegfried Lenz, Schriftsteller (geb. 1926):

"Was die Literatur mitunter braucht, das ist Starrsinn, ein unentmutigter Starr­sinn, der angesichts großer Wirkungslosigkeit nicht aufhört, seine Fragen an die Welt zu stellen.

Ich meine, der Freimaurerbund gibt ein Beispiel dafür. Die alten Symbole Winkelmaß, Wasserwaage und Senkblei zeugen von der Beharrlichkeit einer Hoff­nung, die sich durch nichts widerlegt sehen will. Von der etablierten Ungerech­tigkeit nach Gerechtigkeit verlangen; in Zeiten der Ungleichheit Gleichheit zu fordern; angesichts tätiger Feindseligkeit geduldig zur Brüderlichkeit zu überre­den: auch dafür hat der Freimaurerbund ein Beispiel gegeben." 

...

 

Carl von Ossietzky, Publizist (1889 ( 1938):

"Wir wollen alle Vorurteile, allen Haß, Hader und Habgier, alle kriegerischen Instinkte, allen törichten Rassen- und Nationaldünkel aus unseren Herzen und Hirnen reißen, denn sie sind Reste vergangener Kulturstufen und für die Gegen­wart und Zukunft schädlich. Wir wollen die Gemeinschaft der Menschen freudig als die Grundlage unserer Sittlichkeit anerkennen, denn wir sind alle Menschen, gleicher Art und gleichen Wesens. Wir wissen, woher wir kamen; wir ahnen, wohin wir gehen und wir sind Mittler zum Leben, meine Brüder.

Wir wollen Mitkämpfer, Förderer und Führer all jener Bewegungen sein, in denen ein freies Menschentum nach sinnvoller Gestaltung des Daseins strebt, sei es in bewährten alten, sei es in unseren neuen Formen.

Werden Menschen neuer Lebensanschauung ihrer Überzeugung willen ver­folgt, so muß der Bund seine Streiter auf den Plan senden, um zu schützen oder nach Kräften zu stützen." 

...

 

Gustav Radbruch, Strafrechtler und Rechtsphilosoph (gest. 1949):

"Freimaurerei ist kein zweckbestimmtes Programm, sondern ein sinnerfülltes Gebilde, ihr Geist kann nur unvollkommen in Begriffen ausgesprochen, er muß in ihrer Arbeit, ihrem Ritual, ihrer Legende erlebt werden. Deshalb sind auch die geschichtlichen Wirkungen der Freimaurerei so unermeßlich - unermeßlich im doppelten Sinn des Wortes: im Sinne des Umfänglichen und des in seinem Um­fange nicht genau Bestimmbaren. "Die wahren Taten der Freimaurer", sagt Les­sing in ,Ernst und Falk', "sind so groß, so weit aussehend, daß ganze Jahrhunder­te vergehen können, ehe man sagen kann: das haben sie getan."

Solche Taten gehen nicht unmittelbar von der Loge aus, sie kommen viel­mehr aus dem Geist, mit dem sie ihre einzelnen Mitglieder erfüllt, und dieser Geist mischt sich fast ununterscheidbar mit dem Zeitgeist, besonders wenn die­ser so sehr Geist vom Geiste der Freimaurer ist, wie er es in dem großen Jahrhun­dert der Aufklärung war, in welchem die Freimaurer nur die vorderste Schlacht­reihe stellten in dem Kampf für die gemeinsamen Ideale dieses Zeitalters." 

...

 

Alfred Schmidt, Philosoph (geb. 1931):

"Am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts ist hinsichtlich des Selbstverständnisses der Freimaurerei davon auszugehen, daß sich das Bild ihres Bundes im wis­senschaftlichen und öffentlichen Bewußtsein konkretisiert hat. Namhafte Gelehrte wie Konselleck und Reinalter haben in historischen Studien gezeigt, daß Freimaurer beim Entstehen des modernen Europa einen unübersehbaren Beitrag geleistet haben. Sie brauchen sich ihrer Vergangenheit nicht zu schämen.

In einer Welt rassistischen und fundamentalistischen Wahns wird es ihnen auch künftig an Aufgaben nicht fehlen, die sie, frei von Vorurteilen und Aber­glaube, zu meistern haben. Noch ist der Bau unvollendet." 

...

 

Albert Schweitzer, Theologe, Arzt und Kulturphilosoph (1875 ( 1965):

"Ich habe mich viel mit der Geschichte des Freimaurerordens beschäftigt und in meinem Werke ,Kultur und Ethik' die Bedeutung, die er für das Entstehen der europäischen Kultur gehabt hat, gewürdigt.

Ich bin überzeugt, daß er in der Aufrechterhaltung derselben in unserer und der kommenden Zeit etwas zu bedeuten hat, weil er das Freisinnige und Ethische miteinander vertritt, das, was unsere Kultur ausmacht." 

...

 

Gustav Stresemann, Politiker (1878 ( 1929):

"... zu einem Kreis gleichgesinnter Menschen zu gelangen, die in unserer an Materialismus, Hast und Unruhe sich zermürbenden Zeit sich das Reich allge­meinen Menschentums, innere Besinnlichkeit und Geistigkeit zu erhalten suchen. Im deutschen Freimaurertum hoffe ich, eine solche Gemeinschaft zu finden." 

...

 

Max Tau, Schriftsteller (1897 ( 1976):

"Die Freimaurer waren für mich immer die Pioniere für den Frieden. Denn sie versuchten, aus ihrem Bruder die besten Eigenschaften herauszuheben. Und sie wußten auch: es gibt keine Freiheit ohne die Verantwortung für den Mitmen­schen. Daher laßt uns gemeinsam versuchen, dem Ideal der Freimaurer zur Wirk­lichkeit zu verhelfen. Lassen Sie uns alle gemeinsam teilnehmen an dem Bau ei­nes Tempels, in dem alle Konfessionen und alle Menschen Brüder werden sollen. Denn ohne die allumfassende Bruderschaft vermögen wir den Frieden nicht zu sichern, nach dem die ganze Menschheit sich sehnt." 

..

 


Quelle:

"Weisheit, Stärke, Schönheit (

Deutschsprachige Dichter und Denker des 20. Jahrhunderts zur Freimaurerei"

Herausgegeben von Rolf Appel und Jens Oberheide

Akademische Druck- und Verlagsanstalt Graz / Austria